Alpakafutter & Ernährung

Was fressen Alpakas?

Gute Frage! Für designierte Halter, Alpakaenthusiasten und Wissbegierige haben wir hier einige Infos zusammengestellt.

Gras geben

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Genügend Gras macht Alpakas glücklich!

Alpkakas sind Pflanzenfresser und begnügen sich hauptsächlich mit Gras. Dies bietet ihnen bereits in vielerlei Hinsicht was sie brauchen. Allerdings kommt es auch immer auf die Nährstoffkonzentration des Bodens an, auf welchem die Tiere weiden. Das bedeutet zum einen, dass hier und da einfach der Boden zu ausgemergelt für einen ausreichenden Graswuchs ist. Andererseits kann auch selbst bei ausreichender Grünfläche der Nährstoffgehalt im Gras selbst zu niedrig sein. Sprich: Das Gras könnte auf nährstoffarmem Boden nicht sonderlich viele Stoffe aufnehmen, die für unsere Fellnasen so essentiell sind. Außerdem muss spätestens im Winter – wenn das Gras draußen kaum nachwächst – Heu zur Verfügung gestellt werden, um die Tiere zu versorgen. Doch auch ganzjährig kann eine eine Zufütterung von Heu nicht schaden. Trockenes, faseriges Futter und Ballaststoffe tragen zu einer gesunden Verdauung bei.

Nährstoffe

Wie andere Säugetiere oder Menschen hat auch ein Alpaka einen bestimmten Bedarf an Nährstoffen. Dabei kommt es zum einen auf sogenannte Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Fett, Protein) an, zum anderen auf die sogenannten Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien). Eine Unterversorgung könnte wie oben erklärt auch zu einer Mangelernährung führen. Und davon hat niemand etwas: das Tier ist nicht optimal versorgt und kann beispielsweise anfällig gegen Krankheiten werden. Außerdem liegt nah, dass auch die Qualität des Fells und damit der späteren Wolle leidet. Deshalb schwören einige Alpakazüchter auf bestimmte Zusatzdiäten, welche die Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen in entsprechender Weise garantieren.

Aber bitte mit Vorsicht!

Dies kann bestimmt Einfluss auf die Qualität der Faser haben. Besonders Anfänger in der Alpakahaltung können jedoch auch etwas falsch machen, wenn sie es zu gut meinen. Denn vielleicht kennst du das vom Düngen deiner Blumen: Viel hilft nicht immer viel – viel kann auch viel kaputt machen. Das gilt vor allem dann, wenn man als Laie weder einen Mangel, noch eine Überdosierung exakt feststellen, deuten und einordnen kann. So kann auch eine Überversorgung bei Tieren ablaufen. Der Nährstoffbedarf von Alpakas ist übrigens nicht enorm, schließlich kommen sie aus den kargen Landschaften Südamerikas. Dementsprechend hat sich auch ihr Stoffwechsel an die rauen Bedingungen angepasst, ist deshalb sehr effizient und kommt mit relativ wenig aus. Wer seinen Tieren ergänzende Mittel geben möchte, sollte sich also vorher gut mit dem Komplex auseinandergesetzt haben.